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Werner Brunner erhält den 5. Dan

Der Schweizerische Judo und Ju-Jitsu Verband verlieh Werner Brunner am Sonntag 4. Oktober 2009 anlässlich eines technischen Judokurses in Bülach den 5. Dan.

Werner Brunner begann seine Judokarriere im Jahr 1970. Zu dieser Zeit war Judo in der Schweiz kaum bekannt. Bereits nach 4 Jahren legte er die Prüfung zum 1. Kyu (brauner Gürtel) ab!

Im Judo Sportclub Dietikon hat Werner bereits 1975 die Präsidentschaft übernommen und seither unseren Club 34 Jahre lang ununterbrochen erfolgreich geführt. Allerdings hat sich Werner auf der Matte immer wohler gefühlt als in seiner Präsidentenrolle. Deshalb nahm er auch in den 70ern die Trainertätigkeit auf. Bald begann Werner deshalb auch Sportfachkurse zu besuchen und hat seit 1980 mehr als 100 Kurse miterlebt! Dabei hat er sich ein breites und fundiertes Wissen über die verschiedenen Techniken und Kata angeeignet. Nebenbei absolvierte Werner die Schiedsrichterausbildung, Kuatsukurse (erste Hilfe) und die Jugend+Sport Leiterausbildung bis zur dritten Stufe.

Praktisches Judo im Dojo blieb aber stets der Mittelpunkt seiner Tätigkeit und wer ihn kennt weiss, dass Judo für ihn ein Synonym für Kämpfen ist. Er selber hat nur anfangs Wettkämpfe bestritten und widmete sich mit Herzblut der wettkampforientierten Ausbildung von Jugendlichen. An der GV 1980 brachte Werner folgendes Anliegen ein: „mit härteren Methoden das Training ausbauen, d.h. auch mehr Kämpfe und fleissiger an Turnieren teilnehmen.“ Genau so hat er es dann auch gemacht. Mit seinen Schützlingen besuchte er hunderte von Turnieren und konnte dabei grössere und kleinere Erfolge feiern. Stellvertretend für seine Wettkämpfer lautet sein Motto: „Ich wott günne!“

Unter der Führung von Werner hat der JSC Dietikon 9 Schüler zu Danträgern ausgebildet werden und die Kämpfer des JSC Dietikon errangen mehr als 10 Medaillen an Schweizer Einzelmeisterschaften.

Werner selbst hat 1979 die Prüfung zum 1. Dan erfolgreich abgelegt, 4 Jahre darauf den 2. und nochmals 5 Jahre später den 3. Dan gemacht. Schliesslich hat er 1995 mit respektablen 54 Jahren auch noch den 4. Dan erfolgreich bestanden.

Soweit in aller Kürze der sportliche Werdegang, doch … was zeichnet Werni darüber hinaus so besonders aus? Werner hat selbst keine volle Medaillen-Vitrine, keine grossen Siege vorzuweisen und hat auch keine Olympioniken zu ihrem Erfolg geführt. Doch Werni leistet etwas, was wohl nur wenige Judoka vorweisen können:



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Werner arbeitet unermüdlich und stets mit vollem Einsatz und grossem Engagement an der Basis, an der Grundausbildung zusammen mit Kindern und Jugendlichen!
Seit über 30 Jahren trainiert er bis zum heutigen Tag Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene allwöchentlich mehrmals. Das sind mittlerweile mehr als 4000 Trainingeinheiten, die Werner geleitet hat!
Werner hat dutzende Lager organisiert, an mehreren Hundert Wochenenden Kinder an Wettkämpfe begleitet, Kampfmannschaften aufgebaut und betreut und die Kämpfer dabei angespornt. Er hat sich mit seinen Judokas über die Siege gefreut und ihnen auch unmissverständlich klargemacht, wenn sie nicht den nötigen Einsatz leisteten.
Notabene macht Werner das alles ehrenamtlich, denn mit Judo wollte er nie Geld verdienen. Judo ist sein Hobby, ja seine Leidenschaft.
Auf die Frage, wie lange er noch auf der Matte stehen und Kinder trainieren möchte, gibt er stets die gleiche Antwort: „Bis i nümme cha laufe.“


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Werner ist kein filigraner Technikspezialist, kein eloquenter Judo-Theoretiker, kein unbezwingbarer Kraftathlet - aber Werner hat Judo verinnerlicht, seinen Weg (das Do) - gefunden und ist ihm unbeirrt gefolgt. Er weiss i.d.R. intuitiv wie eine Technik funktioniert oder funktionieren kann. Dazu hat er immer rasch eine klare Vorstellung im Kopf, egal wie neu oder ungewohnt eine Technik ist. Seine besondere Gabe ist es, diese Idee umzusetzen, anzupassen und v.a. auch weiterzugeben, zu zeigen, zu korrigieren, zu verbessern, aber auch zu motivieren und fördern.

Eines der beiden Grundprinzipien des Judo - jita-kyoei - lautet: „Gegenseitiges Helfen zum beiderseitigen Fortschritt und Wohlergehen“. Für Jigoro Kano (der Gründer des Judo) war das Befolgen dieses Prinzips ein Ziel des Judo-Studiums. Genau dieses moralische Prinzip lebt Werner Brunner seit bald 40 Jahren Judosport in unserem Verein.

Judo wird vom Meister an den Schüler weitergegeben. Ich selbst werde seit über 30 Jahren von Werner trainiert und fast alles, was ich über Judo weis, habe ich von ihm gelernt. Deshalb bin ich heute Stolz, ein Schüler von Werner zu sein und gratuliere im von herzen im Namen des gesamten Judo Sportclub Dietikon zur Beförderung zum Träger des 5. Dan.

M. Anderhalden



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